Horizont Lübeck

Mit wingwave® die Beziehung „retten“

Marianne1), eine eher zurückhaltende junge Frau Mitte 30 kommt zu mir. Sie lebt seit 3 Jahren in einer neuen Beziehung, merkt aber mehr und mehr, dass sie „Altlasten“ aus der vergangenen Beziehung begleiten. Sie liebt ihren neuen Partner. Aber immer wieder ergeben sich Situationen, in denen sie „vorhersehbar“, aber nicht der Situation entsprechend reagiert. Diese sich immer wieder wiederholenden Muster haben schon zu manchem Streit mit dem Partner geführt. Sie möchte ihren Lebensgefährten nicht verlieren und deshalb dringend etwas ändern.

Schnell entwickelt sich eine Vertrauensbasis und Marianne erzählt von ihrer „alten“ Beziehung. Ihr Partner hat sie damals mehrfach betrogen und zweimal hat sie ihn auch beim Sex mit einer anderen Frau erwischt. Viel zu lange ist sie danach noch bei ihm geblieben. Die Bilder von damals – die sie jahrelang verdrängt hatte – tauchen jetzt auf einmal immer häufiger auf. Egal, was ihr Freund unternimmt, zuerst ist der Gedanke da „Er betrügt mich!“.

Eine typische emotionale Blockade ist entstanden, die das Leben in der Gegenwart beeinflusst – ein Fall für wingwave®.

Marianne ist von Anfang an aufgeschlossen für die Methode. „Es ist mir egal, was Sie tun, Hauptsache es hilft endlich!“

Bei der Arbeit mit wingwave® suchen wir erst einmal eine sogenannte negative Kognition, d.h. das, was Marianne von sich glaubt, wenn sie an den Partner, der sie betrogen hat, denkt. Marianne fällt ein „Du hast es nicht anders verdient!“. Als nächstes suchen wir nach einem Satz, einer positiven Kognition, die sie stattdessen viel lieber über sich denken möchte. „Ich bin es wert, geliebt zu werden!“ – „Das wäre toll, wenn ich das auch fühlen könnte“, meint Marianne.

Wir beginnen zu arbeiten und landen mit dem Myostatiktest in einer Zeit, als Marianne 4 Jahre alt ist. Damals hat sie 10 Mark genommen, die die Eltern im Flur liegen ließen. Als sie später danach fragten, leugnete Marianne, dass sie sie an sich genommen hat. Die Eltern bedrängen sie aber so sehr und – als sie es endlich zugibt – schlägt der Vater zu mit dem Satz „Du hast es nicht anders verdient!“. Marianne ist total aufgewühlt. Immer wieder fließen die Tränen, als ob sie es gerade erlebt. Langsam wird sie ganz ruhig. Die Tränen versiegen. Wir arbeiten weiter.

Immer weniger belastet Marianne das damals erlebte. Sie sagt „Es gibt noch einen kleinen Stich, eine Enttäuschung, wenn ich daran denke. Aber es tut nicht mehr weh!“ Ich frage sie nach den Situationen, in denen ihr damaliger Mann sie betrogen hat. Auch diese Bilder bearbeiten wir.

Am Ende der Sitzung überprüfen wir die zuvor erarbeiteten Sätze. Marianne sagt „Es ist doch Quatsch, dass ich das verdient haben soll und natürlich bin ich es wert, geliebt zu werden!“ Sie ist regelrecht empört über ihre eigenen Überzeugungen vor der Arbeit mit wingwave®.

In der nächsten Sitzung überprüfen wir mit dem Myostatiktest und der Emotionsskala, wo sie heute steht. Marianne meint, sie sei viel ruhiger als vorher, ihre Beziehung hätte sich so sehr entspannt, sie sei einfach nur glücklich.

Wir arbeiten noch einige Sitzungen weiter, zu viel hat sie in den vergangenen Jahren an sich vernachlässigt und immer nur auf den damaligen Partner geschaut, um ihm alles recht zu machen in der Hoffnung, dass er dann nur sie liebt.

Im Abschlussgespräch meint Marianne „Schade, dass so wenige Menschen von wingwave® wissen. Ich werde auf jeden Fall in meinem Bekanntenkreis erzählen, wieso ich auf einmal so gelassen auf alles reagieren kann!“

1) Name geändert

wingwave®

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