Horizont Lübeck

Migräne

Die Existenz einer Migräne als eigenständiges Krankheitsbild wird von vielen Schmerztherapeuten bezweifelt. Lediglich die Art und Weise der Symptomatik kann sich bei „Migräne-Patienten“ ähneln. In meinen Augen ist die Diagnose oft für den Therapeuten nützlicher als für den Patienten - nämlich immer dann, wenn eine klinische Diagnostik nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führt. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass vielen auch sehr heftigen Kopfschmerzerkrankungen Veränderungen der Hirndurchblutung wie z.B. bei kleinen Aneurysmen (Ausbuchtung der Hirngefäße, die im schlimmsten Fall auch einmal reißen und Hirnblutungen verursachen können), einem Multiinfarktsyndrom (kleinste neurologisch zunächst unbedeutende Schlaganfälle) oder auch Entzündungen des Gehirns, die ohne sonstige Symptome ablaufen, eine Rolle spielen können. Ganz sicher gehört die Halswirbelsäule in den engsten Kreis der Auslöser für Migränesymptome und andere Kopfschmerzen. Ein nach meinem Dafürhalten wesentlicher Satz aus der Kopfschmerztherapie lautet: „Vor der Migräne kommt die Verspannung“. Daneben verbleibt natürlich das weite Feld der psychosomatischen und psychischen Störungen, die ohne jede Frage zu heftigen, belastenden und einschränkenden Kopfschmerzen und dem Beschwerdebild einer Migräne führen können. Volksweisheiten wie „Zerbrich Dir nicht den Kopf …“, „Mach Dir keine Kopfschmerzen…“, Mir brummt der Schädel…“ etc. weisen darauf hin.

Zur Therapie der Migräne-Symptomatik eignen sich zum einen verschiedene Medikamente, von Paracetamol bis hin zu hochspeziellen Migräne-Mitteln, die jedoch nicht unerhebliche Nebenwirkungen mit sich bringen.

Als sehr vorteilhaft zur Akuttherapie hat sich bei vielen meiner Patienten die Akupunktur herausgestellt. Zur Langzeitbehandlung hat bei ihnen vor allem die Hypnotherapie gut angeschlagen.

Startseite | Impressum | Datenschutzerklärung