Horizont Lübeck

Stress

Mit Stress werden in erster Linie Situationen bezeichnet, die mit Zeit- und Termindruck, mit sich beeilen müssen, mit keine Zeit haben, in Verbindung gebracht werden. Stress entsteht aber nicht durch zu viel Arbeit, sondern erst wenn wir uns dem Stress hilflos ausgeliefert fühlen, weil wir z.B. den Berg an Arbeit nicht bewältigen können.

Auch das Gefühl, keine Kontrolle über das eigene Leben zu haben und nicht selbstbestimmt arbeiten und leben zu können, stresst ebenso wie andauernde Unzufriedenheit. Wenn Situationen oder Einstellungen uns veranlassen, eine Abwehrhaltung, einen Widerstand aufzubauen, stresst das. Stress entsteht auch, wenn wir immer wieder feststellen müssen, dass wir zu bestimmten Fähigkeiten (noch) nicht in der Lage sind, sei es der Small Talk auf einer Party oder das Lampenfieber vor einem Auftritt, einer Präsentation. Besonders stressend kann sich die Erfahrung auswirken, dass wir immer wieder emotional überreagieren. Auch hier ist es die Hilflosigkeit und das Gefühl, diesem Zustand nicht entrinnen zu können.

Wenn es uns schwer fällt oder wir gezwungen werden, bestimmte Entscheidungen anzunehmen, etwas zu verändern bzw. den Sinn oder eine Möglichkeit etwas zu verändern, aber (noch) nicht sehen, stresst das immens. Denn Entscheidungen und Veränderungen brauchen Zeit. Wenn wir als Mensch, als Partner, als Kollege, in unserer Rolle nicht akzeptiert und geachtet werden, löst das in uns Stress aus – beruflich und privat. Wenn uns der Zugang zu unseren Ressourcen verbaut ist, wenn wir uns klein und wertlos fühlen, auch das stresst. Auch die ständige Unterdrückung oder Verleugnung unserer Bedürfnisse führt unweigerlich zu Stress.

Wenn der Lebenssinn fehlt oder verloren gegangen ist, sich Ziele nicht verwirklichen lassen, kann das zu Verzweiflung und Resignation führen und damit auch zu Stress. Stress hat nicht nur mit äußeren Bedingungen zu tun, sondern auch mit unserer Haltung, unserer Einstellung, unseren Werten, unseren Gedanken und vor allem unseren Gefühlen. Wenn die Gedanken immer wieder unangenehme Gefühle wie Unsicherheit, Hilflosigkeit oder Kontrollverlust begünstigen, wird aus Stressmomenten Dauerstress. Die Stresshormonproduktion bleibt auf einem hohen Level, fällt nicht mehr ab und innere Unruhe ist die Folge. Ein so entstandener Teufelskreis führt früher oder später zwangsläufig auch zu körperlichen Symptomen. Wenn wir auf diese Zeichen nicht achten, können wir psychisch und körperlich Schaden nehmen. Mit Beratung oder Coaching können Sie krankmachendem Stress begegnen und sich vor Burnout oder anderen Folgen von Stress schützen.

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